Die Kunst des Gleichgewichts beginnt mit Rhythmus – nicht mit Anstrengung.
Schlaf-Wach-Zyklus erklärt – Die 24-Stunden-Architektur des Gleichgewichts
Jedes Lebewesen bewegt sich durch Licht und Dunkelheit. Dieser Rhythmus – vom Wachsein bis zur Ruhe, von Wachsamkeit bis zur Regeneration – ist tief in jeder Zelle geschrieben. Er wird zirkadianer Rhythmus genannt und definiert, wann wir klar denken, effizient verdauen und tief schlafen. Wenn der Schlaf-Wach-Zyklus harmonisch bleibt, wirkt der Körper wie ein Orchester, das auf Licht abgestimmt ist. Wenn sie abdriftet – durch Stress, späte Arbeit, Bildschirme oder unregelmäßige Mahlzeiten – stockt die Melodie: Müdigkeit ersetzt den Fokus, und die Nächte bringen keine Erholung mehr.
Hormonelle Veränderungen im Laufe des Tages
Der Schlaf-Wach-Zyklus wird von hormonellen Strömungen geleitet – sie steigen und fallen in präziser Reihenfolge:
Zeit | Hormon | Funktion |
6:00–8:00 | Cortisol | Steigt an, um die Wachsamkeit und den Blutzucker für die Tagesenergie zu erhöhen |
9:00–17:00 | Serotonin & Dopamin | Fokus, Motivation und stabile Stimmung bewahren |
18:00–22:00 | Melatonin (Einsetzen) | Signalisiert dem Körper, die Temperatur zu senken und sich auf den Schlaf vorzubereiten |
23:00–02:00 | Wachstumshormon (GH) | Spitzen zur Gewebereparierung und zur Unterstützung der Immunfunktion |
03:00–05:00 | Cortisol (Anstieg) | Beginnt, den Körper auf das Aufwachen vorzubereiten |
Wenn Cortisol und Melatonin die Ausrichtung verlieren – zum Beispiel durch nächtliche Lichtbelastung oder unregelmäßige Arbeitszeiten – wird der Schlaf fragmentiert und es folgt die Tagesmüdigkeit.
Ernährung und zirkadianer Rhythmus
Das zirkadiane System ist nicht nur auf Licht angewiesen – es hört auch auf Stoffwechselsignale.
Der Zeitpunkt der Mahlzeiten, der Nährstoffgehalt und die Energieverfügbarkeit beeinflussen das hormonelle Gleichgewicht und die Schlaftiefe.
Bestimmte Nährstoffe haben von EFSA zugelassene Rollen zur Unterstützung des Nervensystems und des Energiestoffwechsels – entscheidend für einen stabilen zirkadianen Rhythmus:
Nährstoff | EFSA-zugelassene Funktion | Rolle im zirkadianen Gleichgewicht |
Magnesium | Trägt zur normalen Funktion des Nervensystems und zur Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung bei. | Stabilisiert die Nervenübertragung und Muskelentspannung |
Vitamine B6 & B12 | Ertrag zur normalen psychologischen Funktion | Kofaktoren in der Synthese von Serotonin und Melatonin |
Niacin (B3) | Beiträge zum normalen, energieliefernden Stoffwechsel | Unterstützt mitochondriale Rhythmus- und Energiezyklen |
Folat (B9) | Beiträge zur normalen psychologischen Funktion | Unterstützt das Gleichgewicht der Neurotransmitter während Stress |
Quelle: Commission Regulation (EU) No 432/2012
Das Vermeiden schwerer Mahlzeiten oder Koffein am späten Tag hilft, die nächtliche Stoffwechselaktivierung zu verhindern – sodass Melatonin ungestört wirken kann.
Praktische Schritte, um Ihren Rhythmus neu auszurichten:
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